Die Zahlen
- Weiterhin die Nummer eins. Am 5. Oktober 2026 läuft WordPress auf 40,1 % aller Websites. Die nächsten liegen weit dahinter: Shopify 5,4 %, Wix 4,2 %.
- Aber rückläufig. Der Anteil lag Anfang 2025 bei 43,6 % und im Januar 2026 bei 43,0 %. Nach Jahren des Wachstums und drei Jahren Stillstand ist das der erste echte Rückgang.
- Websites ohne CMS legen zu. Ihr Anteil steigt zwischen Januar und Oktober 2026 von 28,6 % auf 31,5 %.
- Die Software entwickelt sich weiter. WordPress 7.0 erschien am 20. Mai 2026 (KI-Funktionen, modernisierte Verwaltung), Version 7.1 am 19. August 2026 (Einstellungen je Bildschirmgröße, neuer Bildeditor, Notizen für die Abstimmung).
Ein CMS ist ein Content-Management-System: Damit ändern Sie eine Website, ohne den Code anzufassen.
Die Schwachstelle: die Plugins
WordPress allein kann wenig. Man ergänzt es mit Plugins: Formular, Galerie, Newsletter, Shop. Das ist seine Stärke, und zugleich seine Schwachstelle.
- 11 334 Sicherheitslücken wurden 2025 im WordPress-Umfeld erfasst, 42 % mehr als 2024.
- 91 % davon steckten in Plugins. Der WordPress-Kern hatte nur 6, alle geringfügig.
- Fast jede zweite Lücke (46 %) hatte am Tag der Veröffentlichung noch keine Korrektur.
Beispiel: Eine Vereinswebsite mit 20 Plugins hängt von 20 verschiedenen Anbietern ab. Gibt nur einer sein Plugin auf oder korrigiert es zu spät, ist die Website angreifbar. Eine solche Website braucht das ganze Jahr über Betreuung.
Wird WordPress infrage gestellt?
Das hat bereits begonnen, an drei Fronten.
- Die Steuerung des Projekts. Seit Oktober 2024 streiten der Hoster WP Engine und Automattic, das Unternehmen des WordPress-Mitgründers, vor Gericht. Am 24. September 2026 hat die Richterin die Kartellvorwürfe wieder zugelassen. Der Prozess ist für den 19. Oktober 2027 angesetzt. Bis dahin bleibt offen, wer das Projekt lenkt.
- Neue Wettbewerber. Cloudflare hat EmDash am 1. April 2026 als „Nachfolger“ von WordPress vorgestellt. Jedes Plugin läuft dort in einem abgeschotteten Bereich, mit ausdrücklichen Berechtigungen. Version 1.0 erschien Ende September 2026.
- KI. Mit ihr entsteht eine maßgeschneiderte Website oder ein Werkzeug viel schneller als früher. Das ist eine mögliche Erklärung für den Anstieg der Websites ohne CMS. WordPress antwortet, indem es selbst KI einbaut.
Unsere Einschätzung: WordPress verschwindet nicht. Für einen Blog oder einen klassischen Shop bleibt es eine gute Wahl. Aber es ist nicht mehr die automatische Wahl: „Was brauchen wir wirklich?“ ist wieder die erste Frage.
Unser Backoffice im Vergleich
Für die Vereine, Gemeinden und Unternehmen, die wir begleiten, entwickeln wir ein eigenes Backoffice (den Verwaltungsbereich der Website). Es enthält die Funktionen, die Sie brauchen, und sonst nichts.
| WordPress | Unser Backoffice | |
|---|---|---|
| Funktionen | Tausende fertige Plugins | Die, die Sie brauchen, für Sie entwickelt |
| Updates | Kern, Theme und jedes Plugin, das ganze Jahr | Ein einziger Code, den wir pflegen |
| Sicherheit | Hängt von jedem installierten Plugin ab | Keine Plugins von Dritten: weniger Einfallstore |
| Masken | Allgemein gehalten, zu erlernen | In Ihren Worten: Mitglieder, Anmeldungen, Rundbriefe |
| Onlineshop | Sehr umfassend mit WooCommerce | Ticketverkauf und einfache Zahlungen |
| Dienstleister | Sehr viele, überall | Unser Team, das Ihre Website gebaut hat |
| Neue Wünsche | Oft ein weiteres Plugin | Eine Entwicklung, passend zu Ihrer Arbeitsweise |
Was WordPress besser kann: die Auswahl. Für fast jeden üblichen Bedarf gibt es schon ein Plugin, und Sie finden leicht einen Dienstleister, der es einrichtet.
Was unser Backoffice besser kann: die Einfachheit im Alltag. Ehrenamtliche und Sekretariate finden ihre eigenen Begriffe wieder, nicht die einer allgemeinen Software. Anmeldungen, Mitgliederkartei, Post an die Mitglieder, Statistik ohne Cookies und Live-Video arbeiten zusammen.
Beispiel: In einer Musikschule melden sich die Familien online an, der Vorstand verfolgt die Unterlagen und schreibt den Eltern, die Lehrkräfte führen die Anwesenheit auf einem Tablet. Mit WordPress müsste man mehrere Plugins zusammenstellen und aufeinander abstimmen. Unsere Referenzen ansehen.
Was wählen?
- Ein Blog, eine klassische Firmenwebsite, ein Shop: WordPress bleibt eine gute Wahl, mit wenigen Plugins und regelmäßiger Wartung.
- Eine Website, die Sekretariatsarbeit übernimmt (Mitgliedschaften, Anmeldungen, Post, Dokumente): Ein maßgeschneidertes Backoffice ist einfacher zu bedienen und zu pflegen.
- Ihre WordPress-Website läuft gut? Behalten Sie sie. Räumen Sie bei den Plugins auf und prüfen Sie, ob die Updates gemacht werden.
Unsicher? Kontaktieren Sie uns: Wir sehen uns Ihre Website und Ihren Bedarf an und sagen Ihnen, was zu Ihnen passt.
Quellen: W3Techs, Nutzungsstatistik von WordPress · WordPress.org, Ankündigungen der Versionen · Patchstack, „State of WordPress Security in 2026“ · webhosting.today, Entscheidung vom 24. September 2026 · InfoQ, EmDash · Abgerufen am 5. Oktober 2026.